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Stu­re Gelas­sen­heit – oder: Wie reagierst Du auf die­se Krise?

Apr 1, 2020

Tja, da hän­gen wir nun alle fest. In unse­ren Woh­nun­gen und Häu­sern, auf Büro­stüh­len, Ses­seln und Sofas, und ver­su­chen, gesund zu bleiben…

Wie reagierst Du auf die­se außer­ge­wöhn­li­chen Umstände? 

Hast Du Dich trotz Home­of­fice, Home­schoo­ling und Klo­pa­pier-Nöten ein biss­chen beob­ach­ten kön­nen in den letz­ten Tagen und Wochen?

An mir selbst sehe ich, dass ich im ers­ten Moment voll mit mei­nen Mus­tern (Enneagramm Typ 9) auf alles reagiert habe. Im Posi­ti­ven wie im Nega­ti­ven. Und Du wirst gleich sehen, dass bei­des mit­ein­an­der zusammenhängt…

Typ 9 neigt zur Gelas­sen­heit, weil er ein Ur-Ver­trau­en hat, das sei­nes Glei­chen sucht. Wor­um ihn ande­re Typen gera­de in die­ser Situa­ti­on benei­den, ist die Gabe von Typ 9, in allen Situa­tio­nen erst ein­mal ent­spannt zu blei­ben. „Wird schon.“ „Alles gut.“ „Kein Dra­ma.“ Und ja! Die­ser Opti­mis­mus ist wirk­lich eine Kraft­quel­le – auch für die Men­schen um uns her­um – , weil das eine Form von Sta­bi­li­tät ist, die gera­de jetzt gebraucht wird und guttut.

Die­se Gelas­sen­heit von Typ 9 hat aber auch Fall­stri­cke: Es kann eine sehr stoi­sche Gelas­sen­heit sein. Um nicht zu sagen: Typ 9 kann zu stur sein, um sich von irgend­was oder irgend­wem auf­re­gen zu las­sen 😉 Dann ist Typ 9 so sehr in sei­nem „alles wird gut“-Muster gefan­gen, dass er (oder sie) ver­sucht, die Rea­li­tät von sich fern­zu­hal­ten… Zum Bei­spiel, indem er sich betäubt und ablenkt mit stun­den­lan­gem Sur­fen, Spie­len oder auch mit Alko­hol, und sich inner­lich zurück­zieht. Auf sei­ne lei­se, pas­siv-aggres­si­ve Art sagt er damit: „Lass mich in Ruhe, Welt! Ich will ver­dammt noch­mal posi­tiv und gelas­sen blei­ben! Also bleib mir mit Dei­nen Sor­gen und Nöten bloß weg!!“ Natür­lich, ohne es wirk­lich auszusprechen.

Dabei wäre gera­de das jetzt sehr wich­tig und gesund für Typ 9: Alles aus­spre­chen. Alles raus­las­sen. Vor allem die Wut, die nega­ti­ven Gefüh­le, die die­se Situa­ti­on unwei­ger­lich mit sich bringt. Sich aus­ein­an­der­set­zen und hin­gu­cken! Anstatt alles weg­zu­drü­cken und weg­zu­schlie­ßen, damit die rosa­ro­te Bril­le kei­ne Krat­zer kriegt. Hin­gu­cken zu allem Unan­ge­neh­mem und Ärger­li­chem. Und auch, wenn das heißt, dass ich mich mit ande­ren Men­schen und Mei­nun­gen aus­ein­an­der­set­zen und mich viel­leicht sogar strei­ten muss (nicht so ein­fach für Typ 9).

Aber Ach­tung! Typ 9 soll sei­ne Grund­stär­ke der Gelas­sen­heit des­halb nicht auf­ge­ben! Wir alle brau­chen Gelas­sen­heit und Opti­mis­mus die­ser Tage mehr denn je.

Aber die­se Gelas­sen­heit und das Ur-Ver­trau­en von Typ 9 ist erst dann eine ech­te Wun­der­waf­fe, wenn sie auf star­ken, nach­hal­ti­gen Füßen steht. Und das bedeu­tet: Typ 9 bleibt nicht ein­fach im Mus­ter der stu­ren Gelas­sen­heit gefan­gen, son­dern setzt sich mit der unan­ge­neh­men Rea­li­tät aus­ein­an­der, er ver­gisst und ver­steckt sich nicht, son­dern bleibt prä­sent an sei­nen Zie­len dran. Die­se muti­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Unan­ge­neh­men in Kom­bi­na­ti­on mit dem Ur-Ver­trau­en der 9, dass alles am Ende gut sein wird, ist eine der Wun­der­waf­fen, die wir jetzt brauchen.

Und genau eine sol­che Wun­der­waf­fe hat jeder der 9 Typen zu bie­ten. Sie sieht aber bei jedem anders aus!

Des­halb die Fra­ge an Dich: Mit wel­chem Mus­ter reagierst Du auf die­se Kri­se? Wie und wo zei­gen sich Dei­ne Auto­ma­tis­men? Die­se zu erken­nen, ist Dein ers­ter Schritt in Rich­tung Dei­ner Wunderwaffe 🙂

Hier ein paar mög­li­che Reak­tio­nen der neun Typen als Reflexionshilfe:

Typ 1: Ver­suchst Du, die gan­ze Situa­ti­on sehr ratio­nal zu erfas­sen? Viel­leicht bringst Du noch mehr Struk­tur und Ord­nung in Dein Leben als sonst? Und bewer­test ande­re, die – gemes­sen an Dei­nen Stan­dards – nicht „rich­tig“ umge­hen mit die­ser Krise?

Typ 2: Wie hilfst Du ande­ren in die­ser Zeit? Feh­len Dir die sozia­len Kon­tak­te? Wie kom­pen­sierst Du das Vaku­um an ech­ten Begeg­nun­gen und Ver­bin­dun­gen in die­ser Zeit?

Typ 3: Hast Du Dir Zie­le gesetzt für die nächs­ten Wochen? Was hast Du Dir alles vor­ge­nom­men? Ver­suchst Du, Dich mit viel MACHEN abzu­len­ken von Dei­nen Gefühlen?

Typ 4: Fin­dest Du die Situa­ti­on gleich­zei­tig span­nend und beängs­ti­gend? Merkst Du, dass Du Dei­ne vie­len Gefüh­le und Gedan­ken leich­ter aus­drü­cken kannst als ande­re? Hast Du viel­leicht das Gefühl, Du lei­dest mehr unter der Situa­ti­on als andere?

Typ 5: Denkst Du viel über die­se Kri­se und ihre Zusam­men­hän­ge nach? Ver­suchst Du, sie zu begrei­fen, ihr Struk­tur zu geben? Wie kommst Du mit Dei­nem Bedürf­nis nach Raum und Zeit zurecht, wenn Du gera­de viel auf engem Raum mit ande­ren zusam­men bist? (Auch wenn es Dei­ne Fami­lie ist.)

Typ 6: Fühlst Du Dich in der Pflicht, viel Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men? Für Team, Fami­lie, Haus, Gar­ten, Nach­barn? Bist Du auf alles vor­be­rei­tet, was pas­sie­ren könn­te? Inklu­si­ve Worst Case-Sze­na­ri­en, die Du zumin­dest mal im Kopf durch­ge­spielt hast?

Typ 7:  Lenkst Du Dich von Dei­nen Ängs­ten und Sor­gen ab, indem Du irgend­et­was ganz Neu­es machst? Viel­leicht räumst Du Dei­ne Woh­nung um oder lernst eine neue Spra­che? Machst Du im Kopf vie­le Plä­ne für „danach“, weil sich das bes­ser anfühlt, als die­ses „Jetzt“ auszuhalten?

Typ 8: Hast Du momen­tan sogar mehr Ener­gie als sonst, weil Du von die­ser Aus­nah­me­si­tua­ti­on her­aus­ge­for­dert wirst? Chal­len­ge accep­ted! Du kämpfst jetzt mit und für den Rest der Welt. Ener­gie, Wut, Kraft – alles ist da. Du bist bereit. Aber bleibst Du auch ste­hen und küm­merst Dich um Dich selbst?

Typ 9: Bist Du eigent­lich ganz froh, dass Du nur noch zuhau­se (oder im Büro) sit­zen darfst, weil Dir das alles zu viel wird? Zu anstren­gend? Du bleibst gelas­sen und opti­mis­tisch. „Alles wird gut!“ Aber wenn Du ehr­lich bist, scheint Dich die­ses Man­tra zwi­schen­durch auch zu betäuben…

Tei­len tut uns allen gut. Des­halb beschrei­be uns hier unten in den Kom­men­ta­ren, mit wel­chen Mus­tern Du gera­de auf die­se Kri­se reagierst!

Ger­ne unter­stüt­ze ich Dich dabei, Dei­ne Mus­ter in eine Wun­der­waf­fe umzu­wan­deln! Mel­de Dich bei mir für einen 45-minü­ti­gen 1:1 Enneagramm-Impuls, den ich (natür­lich tele­fo­nisch) anbie­te, solan­ge die­se Kri­se dau­ert…
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