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Aber das will doch jeder…?!?!!

Okt 16, 2019

„Jede Jeck is anders“ sagt man hier in Köln.

Dass jeder Mensch anders ist, weiß ich spä­tes­tens seit mei­nem ers­ten Kindergartentag.

Da bin ich näm­lich nach genau fünf Minuten aus dem Fenster gesprun­gen (Erdgeschoss – alles gut!), weil ich die Vorstellung, den gan­zen Tag mit frem­den Kindern in einem Zimmer zu spie­len, schreck­lich fand! Während ande­re Kinder inner­halb genau die­ser fünf Minuten bereits zehn Freunde gefun­den und mit denen auch noch Spaß hat­ten!

Unser gan­zes Leben lang begeg­nen wir tag­täg­lich Menschen, die anders sind als wir.

In der Schule, im Büro, im Supermarkt, in der Bahn, im Freundeskreis – und ja, auch in der eige­nen Familie.

Und obwohl das so ein­fach und ein­leuch­tend klingt, sind wir doch – Hand aufs Herz – immer wie­der über­rascht, wenn jemand sich voll­kom­men anders fühlt und ver­hält als wir. Oder??

„WAS??? DU LERNST NICHT GERNE NEUE LEUTE KENNEN???“

„WAS??? ES IST DIR EGAL, OB DU GEWINNST ODER VERLIERST???“

„WAS??? DU VERGLEICHST NICHT 100 WASCHMASCHINEN, BEVOR DU EINE KAUFST???“

In mei­nen Enneagramm-Seminaren sind die tolls­ten Momente die, in denen die Teilnehmer mer­ken, auf wie vie­len Ebenen man anders den­ken und füh­len kann als ande­re. Um im nächs­ten Moment zu erken­nen, dass das eine nicht bes­ser oder schlech­ter ist als das ande­re!

Neulich zum Beispiel gab es so einen Aha-Moment. Da lie­ßen wir die Teilnehmer in zwei Teams klei­ne Einzelwettkämpfe gegen­ein­an­der aus­tra­gen.

Dabei fiel mir auf, dass man­che ihre Teammitglieder bei den Spielen laut anfeu­er­ten, ande­re nicht…

In der anschlie­ßen­den Reflektionsrunde frag­te ich des­halb eine Teilnehmerin, die ihre Teammitglieder beson­ders laut ange­feu­ert hat­te: „Ich habe beob­ach­tet, dass Du Dein Team begeis­tert ange­feu­ert hast… Hattest Du die Personen vor­her gefragt, ob sie ange­feu­ert wer­den möch­ten? Ob ihnen das hilft?“

Ihre Antwort:
„Nein. Aber JEDER möch­te doch bei so etwas ange­feu­ert wer­den…!“

Daraufhin frag­te ich in die Gruppe:
„Wer von Euch möch­te bei sol­chen Spielen ger­ne ange­feu­ert wer­den?“

Es mel­de­ten sich zwei von zwölf Personen.

„WAS??? IHR WOLLT VON EUREM TEAM NICHT ANGEFEUERT WERDEN???“

Theoretisch wis­sen wir, dass ande­re anders sind. Aber prak­tisch haben wir doch oft unbe­wusst die Ansicht und damit auch eine Erwartungshaltung (!), dass der ande­re sich in die­sem Moment genau­so füh­len oder ver­hal­ten müss­te wie wir.

„Mein Kollege müss­te doch für die­ses stres­si­ge Projekt genau­so pflicht­be­wusst und lan­ge arbei­ten wie ich!“

„Meine Geschwister müss­ten sich doch auf die glei­che Weise um unse­re Eltern küm­mern wie ich!“

„Meinen Partner müss­te es doch genau­so wütend machen wie mich, wenn die Nachbarn so laut Musik hören!“

Jede Jeck is anders. Klar. Aber es braucht ein sehr hohes Maß an (Selbst-) Erkenntnis, um die­se Toleranz auch wirk­lich zu füh­len und zu leben!

In mei­nen Enneagramm-Workshops erkun­den wir des­halb die Frage, war­um jeder der neun Persönlichkeitstypen so han­delt wie er han­delt. Denn mit die­sem Wissen habe ich die Möglichkeit, mein Gegenüber kla­rer zu sehen und sein Verhalten zu ver­ste­hen, ohne es sofort emo­tio­nal zu bewer­ten.

Aus dem über­rasch­ten “WAS???” wird so ein neu­gie­ri­ges “AHHHHH — so ist das für Dich!?!”

Und genau die­se Veränderung öff­net Türen für Toleranz und eine kon­struk­ti­ve­re Kommunikation. In der Schule, im Büro, in der Bahn, im Supermarkt, im Freundeskreis — und ja, auch in der Familie 🙂

Für mei­ne 1‑tägigen Enneagramm-Workshops in Düsseldorf (3. November) und München (15. November) gibt es jeweils noch weni­ge freie Plätze. > Schreibe mir ger­ne eine Email an kontakt(at)ankefehring.com, wenn Du mehr Informationen dazu haben möch­test!

Jede Jeck is anders. Und wel­cher Jeck bist Du? 🙂

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