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Mit mir stimmt doch irgend­was nicht !

Mrz 14, 2018

Vie­le Men­schen, die zu mir ins Coa­ching kom­men, sind in Auf­bruch- oder Umbruch­pha­sen. Eini­ge ste­hen vor dem Abschluss ihres Stu­di­ums, ande­re sind schon ein paar Jobs wei­ter, aber spü­ren, dass sie etwas ver­än­dern wollen.

Eine Fra­ge, die sich vie­le von ihnen natür­li­cher­wei­se stel­len, ist die Fra­ge: Was will ich beruf­lich machen?

Die­se Fra­ge unbe­ant­wor­tet im Kopf zu haben, ist, wie ich aus eige­ner Erfah­rung weiß, wirk­lich schon stres­sig genug. Aber was bzw. wer die­se ohne­hin schon schwie­ri­ge Situa­ti­on noch sehr viel schlim­mer macht, ist die Schwes­ter, der bes­te Freund, die Mut­ter, der Vater oder die Oma, die „immer schon wuss­ten, dass sie Leh­rer, Ärz­te, Mode­de­si­gner oder Buch­händ­ler wer­den wollen“.

Die­se Men­schen, egal wie nett sie sein mögen, machen uns Suchen­den das Leben zur Höl­le, weil wir gar nicht anders kön­nen als zu denken:

MIT MIR STIMMT DOCH IRGENDWAS NICHT!!!

Über­haupt ist uns durch­schnitt­li­chen Men­schen das Ver­glei­chen mit ande­ren ja lei­der in die Wie­ge gelegt. In jeder miss­li­chen Situa­ti­on scheint es jeman­den in unse­rem Umfeld zu geben, der es irgend­wie bes­ser kann. Der das Essen ohne Kle­ckern meis­tert, der ohne Schweiß­fle­cken durch den Som­mer kommt und ohne Panik durch die Prüfung.

Genau­so schau­en wir als Suchen­de um uns her­um und sehen Men­schen, die eben nicht mehr suchen. Die schon gefun­den haben.

Die­se Men­schen set­zen uns zusätz­lich unter Druck, weil sie schon am Ziel sind und wir eben nicht. 

Aber genau hier liegt der Denkfehler.

Denn wie man in Köln sagt: Jeder Jeck ist anders. Und wenn ich das nicht schon vor­her wuss­te, weiß ich es spä­tes­tens, seit­dem ich mit dem Enneagramm arbei­te. Jedes Indi­vi­du­um, aber auch jeder Per­sön­lich­keits­typ, hat sei­ne Stär­ken und Her­aus­for­de­run­gen, und was des einen Leid ist, ist des ande­ren Freud.

So ist zum Bei­spiel der „Macher“ (Typ3) immer auf dem Weg zu irgend­ei­nem Ziel, das er schnell errei­chen will. Und so effi­zi­ent wie er ist, gelingt ihm das auch meis­tens. Im Gegen­satz zu ande­ren Typen, wie zum Bei­spiel dem „Ver­mitt­ler“ (Typ 9), stellt er sich nicht andau­ernd die Fra­ge: „Wel­ches Ziel will ich denn errei­chen? Was passt gut zu mir? Kann ich das auch wirk­lich?“ Statt­des­sen geht er in der Regel auf sein Ziel los und erreicht es. Punkt.

Jetzt liegt es nahe, dass der eine (Typ 9) nei­disch zum ande­ren schaut und denkt: „Ich wür­de auch lie­ber mehr auf die Rei­he krie­gen, anstatt mich dau­ernd im Krei­se zu dre­hen mit mei­nen Sinnfragen!!“

Und ja, ein biss­chen mehr MACHEN ist auch genau das, was Typ 9 braucht. Mutig Schrit­te in eine Rich­tung zu gehen und sich Zie­le zu set­zen, anstatt sich mit einer Fra­ge wie „Was will ich beruf­lich machen?“ immer und immer wie­der im Krei­se zu dre­hen. Das ist genau das Ziel, das Typ 9 errei­chen wird, wenn er sich auf sei­nen Ent­wick­lungs­weg macht.

Gleich­zei­tig ist es aber eben nicht so, dass Typ 3 im Gegen­satz zu Typ 9 schon alles rich­tig­macht! Es mag ihm leich­ter fal­len, sich Zie­le zu set­zen und die­se auch zu erreichen.

Aber ist er des­halb am Ziel und die ande­ren nicht?
NEIN! Denn sei­ne gro­ßen Ent­wick­lungs-Zie­le sind ganz andere!

Wäh­rend Typ 9 aus unse­rem Bei­spiel ins MACHEN kom­men muss, ist Typ 3 so sehr damit beschäf­tigt, sei­ne Zie­le zu errei­chen und dafür Aner­ken­nung zu bekom­men, dass er oft ver­gisst, sich auf sei­nem Weg die essen­ti­el­len Fra­gen zu stel­len: „Was ist mir denn wirk­lich wich­tig? Was will ich errei­chen, auch wenn kei­ner guckt (also ohne Aner­ken­nung dafür zu bekommen)?“

Das (Entwicklungs-)Ziel von Typ 3 ist also, nicht andau­ernd nur effi­zi­ent Zie­le zu errei­chen, son­dern hier und da mal ste­hen­zu­blei­ben, um vom MACHEN zum SEIN zu kommen.

Des einen Freud ist des ande­ren Leid. 

Die gute Nach­richt also zum Schluss: Wenn Du noch auf der Suche bist, hast Du nichts falsch gemacht!! Und wenn Du schon ange­kom­men bist, natür­lich auch nicht!!

Es gibt ein­fach sol­che und sol­che. Und wäh­rend die einen noch suchen, sind die ande­ren schein­bar ange­kom­men – bis sie mer­ken, dass die Suchen­den schon Ant­wor­ten auf Fra­gen haben, die sie sich selbst noch gar nicht gestellt haben.…… und so weiter.

Der Weg ist eben doch das Ziel. Und Dei­ner ist genau rich­tig! Für Dich.

 

Ps: Im April ist mein Büro hier mehr­heit­lich zu, weil ich für ein Enneagramm-Semi­nar in die USA rei­se und auch für ande­re schö­ne Pro­jek­te viel unter­wegs bin. Das ein­zi­ge, was ich in den nächs­ten Wochen trotz­dem anbie­te, sind die 90-minü­ti­gen Kom­pakt-Coa­chings mit Enneagramm Typi­sie­rung. Bei Inter­es­se schrei­be mir ger­ne eine Email an: coaching(at)ankefehring.com.

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