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Neidisch?? Dann mach was draus!

Sep 28, 2017

Ja, ich gebe es zu.

Manchmal bin ich so rich­tig fett nei­disch.

Der Neid gehört ja nicht umsonst zu den sie­ben Todsünden. Entsprechend sind mei­ne ers­ten Reaktionen auf mei­ne eige­nen Neidgefühle typi­sche Abwehrmechanismen wie:

  1. Ich schä­me mich und unter­drü­cke das Gefühl.
  2. Ich beto­ne laut­hals (selbst wenn kei­ner zuhört), wie sehr ich mei­nem Gegenüber den tol­len Job / die schö­ne Wohnung / den bezau­bern­den Urlaub gön­ne (iss klar…).
  3. Ich erfin­de Gründe, war­um der tol­le Job / die schö­ne Wohnung / der bezau­bern­de Urlaub mir per­sön­lich jetzt über­haupt nicht rein­pas­sen wür­de („6 Wochen Kanada?? Ach nee, dann wäre mein Hamster so ein­sam!“).

Fakt ist aber: Neid ist mensch­lich!

Und das offen­sicht­lich schon sehr lan­ge, denn sonst wäre er ja kei­ne der sie­ben Todsünden…

Fakt ist aber auch: Richtig ein­ge­setzt, kann Dein Neid Dich zu Deinen Zielen füh­ren!

Und das geht so:

  1. Schritt: Überlege Dir, auf wen oder was Du in die­sem Moment beson­ders nei­disch bist oder in den letz­ten Wochen oder Monaten beson­ders nei­disch warst. Schreibe am bes­ten ein paar Beispiele auf!
    (Tipp: Falls Dir spon­tan nichts ein­fällt, scrol­le 3 Minuten lang durch Facebook oder Instagram, dann fällt Dir sicher­lich schnell etwas ein! ;))
  2. Schritt: Nun über­le­ge Dir, wel­che kon­kre­ten Wünsche und Bedürfnisse dahin­ter­ste­cken!
    Beispiel: Wenn Du nei­disch bist auf jeman­den, der gera­de eine lan­ge Reise macht: Auf was genau bist Du nei­disch? Auf die lan­ge Auszeit vom Alltag? Auf die Reise/das Reiseziel selbst? Oder ist es die finan­zi­el­le Freiheit, die ihm das ermög­licht, auf die Du nei­disch bist? Schau genau hin! Was ist es, was Du davon auch ger­ne hät­test?
  3. Schritt: Von dem drin­gends­ten Deiner Wünsche lei­test Du nun ein kon­kre­tes Ziel ab.
    Beispiel: Dein Ziel könn­te sein, ein Unterkonto anzu­le­gen, auf dem Du monat­lich Geld zurück­legst für genau eine sol­che Reise! Oder Du planst Dir für die nächs­ten Wochen ein Wochenende ein, an dem Du Dir eine Auszeit nimmst – selbst wenn Du dafür nicht weit weg fährst oder fliegst… oder oder oder…

Mein Buch wäre ohne ein sehr star­kes Neidgefühl viel­leicht nie ent­stan­den!

Ich woll­te zwar „schon immer“ ein Buch schrei­ben, aber es blieb Jahrzehnte lang nicht mehr als ein from­mer Herzenswunsch, denn den Mut, es wirk­lich anzu­ge­hen und Exposés an Verlage zu schi­cken, hat­te ich noch nicht .… bis eine Kollegin von mir ein Buch ver­öf­fent­lich­te!!

Da war er: der pure Neid.

Nach einem kur­zen “Ich-schäme-mich-so-aber-mein-Gott-bin-ich-neidisch”-Drama mach­te ich das, was ich oben in der Übung beschrei­be. Ich schau­te genau­er hin, und dabei wur­de mir klar, wie groß mein Wunsch tat­säch­lich war, die­ses Buch in die Tat umzu­set­zen! In die­sem Moment wan­del­te ich mei­nen Neid in Entschlossenheit und in ein kon­kre­tes Ziel um. Und das Resultat gibt es heu­te über­all zu kau­fen 😉

Wenn Du Dich also das nächs­te Mal schämst, weil Du jeman­den um etwas benei­dest, dann hal­te inne, über­le­ge, wel­cher Wunsch in Dir nach Anerkennung schreit, und ver­su­che, ihn in ein kon­kre­tes Ziel umzu­wan­deln!

Fazit: Neidisch sind wir alle mal. Also schäm Dich nicht, son­dern mach was draus!

 

Ps: Das Kapitel 4.2 in mei­nem Buch Wer Ziele hat, kommt an heißt (frei nach Wilhelm Busch): „Der Neid ist die auf­rich­tigs­te Form der Anerkennung“. Dort fin­dest Du eine ähn­li­che Übung wie sie hier beschrie­ben ist. Sie ist eine von 24 Übungen im Buch, mit denen Du zu DEINEN Zielen fin­dest! > Hier fin­dest Du es auf ama­zon.

 

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