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Wel­che Ent-Schei­dung musst Du treffen?

Apr 9, 2017

Kennst Du den eng­li­schen Aus­druck: „to be at a cross­roads“ (an einer Kreu­zung stehen)?
Gemeint sind die­se Punk­te im Leben, an denen wir eine wich­ti­ge Ent­schei­dung tref­fen müssen.

Gera­de wenn wir vie­le ver­schie­de­ne Optio­nen vor uns haben, passt die­ses Bild der Kreu­zung sehr gut:

Als ich mich zum Bei­spiel nach mei­nem Abitur für ein Stu­di­um ent­schei­den muss­te, stand ich gefühlt an einer Auto­bahn-Kreu­zung mit 24 mög­li­chen Aus­fahr­ten, Auf­fahr­ten und Umlei­tun­gen. Sämt­li­che Natur­wis­sen­schaf­ten kamen zwar aus Man­gel an Inter­es­se und Talent nicht in Fra­ge, dafür konn­te ich mich aber für so ziem­lich jede Geis­tes­wis­sen­schaft begeis­tern, für Spra­chen, BWL und vie­les mehr.

Die Ent­schei­dung für ein Fach über­for­der­te mich immens, also „schum­mel­te“ ich, indem ich einen inter­dis­zi­pli­nä­ren Stu­di­en­gang wähl­te, der all mei­ne Inter­es­sen ver­ein­te: Fremd­spra­chen, Psy­cho­lo­gie, BWL, VWL, Jura, Geschich­te, Poli­tik, Lan­des­kun­de, Ame­ri­ka­nis­tik und vie­les mehr.

Theo­re­tisch war das ein genia­ler Schach­zug von mir! Fak­tisch habe ich damit mein Pro­blem nur auf­ge­scho­ben, aber nicht aufgehoben…

Denn ich hat­te oft im Leben Pro­ble­me damit, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Mich für eine Aus­fahrt zu entscheiden.

Wann immer ich an einer wich­ti­gen „cross­roads“ stand, fiel es mir schwer, mit kla­rem Kopf einen Weg zu wählen.

Im Deut­schen spre­chen wir in die­sem Zusam­men­hang meist nicht von einer Kreu­zung, son­dern vom „Schei­de­weg“.

Und auch wenn mir das eng­li­sche Bild der Kreu­zung sehr gefällt, klingt der „Schei­de­weg“ zwar här­ter und frus­trie­ren­der (typisch deutsch ;)), aber der Begriff ist geni­al passend.

Denn eine Ent­schei­dung hat auch immer etwas mit einer Schei­dung zu tun. Wir ent­schei­den uns für das eine und ent-schei­den uns damit gegen das ande­re. Das ist nicht immer ein­fach! (Des­we­gen ste­hen wir auch gefühl­te 30 Minu­ten in der Eis­die­le, wenn sich mei­ne Kin­der für eine Kugel Eis ent-schei­den müssen…)

Zeit für eine Ent-Scheidung.

Eine Ent-Schei­dung nach dem Abitur war genau das, was ich damals mit mei­nem viel­sei­ti­gen Stu­di­um ver­mei­den woll­te. Ich woll­te mich von nichts tren­nen. Ich war noch nicht so weit.

Vie­le Jah­re spä­ter stand ich dann aber wie­der an einem sol­chen Schei­de­weg. Das war 2013. Ich hat­te bis dahin jahr­zehn­te­lang im Kul­tur­ma­nage­ment gear­bei­tet und war dort gut ver­netzt und auch vie­le Jah­re sehr glück­lich gewe­sen. Es war aber nie eine wirk­lich bewuss­te Ent­schei­dung von mir gewe­sen, Kul­tur­ma­na­ge­rin zu wer­den! Durch mein breit gefä­cher­tes Stu­di­um und diver­se Prak­ti­ka und Jobs hat­te ich mich vom Schick­sal und inter­es­san­ten Pro­jek­ten dort­hin lei­ten lassen.

Und plötz­lich kam der Moment, an dem mir klar wur­de, dass ich JETZT einen neu­en beruf­li­chen Weg ein­schla­gen muss­te und vor allem wollte.

Ich spür­te, dass dies­mal eine wirk­li­che Ent-Schei­dung anstand. 

Kein Kom­pro­miss mehr. Kei­ne „Ich will alles irgend­wie par­al­lel weitermachen“-Option. Kein unend­li­ches Auf­schie­ben mei­ner eige­nen Bedürf­nis­se. Ich muss­te mich end­gül­tig von etwas tren­nen, um einen neu­en Weg zu gehen. Mei­nen Weg.

Ich ver­ließ also mei­ne dama­li­ge Fir­ma, die ich mit einer sehr guten Freun­din gegrün­det hat­te. Und nicht nur das. Ich lös­te mich aus mei­nem gan­zen Kul­tur­ma­nage­ment-Netz­werk, ließ renom­mier­te Pro­jek­te aus­lau­fen und trenn­te mich – zumin­dest beruf­lich – von vie­len lieb gewon­ne­nen Men­schen, um noch­mal ganz von vor­ne anzufangen.

Das war wirk­lich eine Tren­nung auf vie­len Ebe­nen, die mir über­haupt nicht leicht fiel, und für die ich auch eini­ge Mona­te brauchte.

Das Schö­ne an jedem Schei­de­weg ist aber, dass wir uns nicht nur gegen etwas ent­schei­den, son­dern auch ganz bewusst für etwas! Für etwas Neues. 

Ich ent­schied mich 2013 für einen ganz neu­en Weg, den ich bis heu­te kei­ne Sekun­de lang bereut habe. Ich hat­te an dem Punkt end­lich genü­gend Klar­heit, Mut und ehr­lich gesagt auch Frus­tra­ti­on, um mich von Altem zu tren­nen und Neu­es zu wagen.

Stehst Du auch gera­de an einem Punkt in Dei­nem Leben, an dem Du Dich für einen neu­en Weg ent-schei­den musst?

Wenn Du noch mehr Klar­heit brauchst, ist viel­leicht mein 6‑wöchiger Email-Kurs „Was willst Du wirk­lich?“ genau der rich­ti­ge Kick, den Du noch brauchst!

Ob Kreu­zung oder Schei­de­weg – nur Du weißt, wel­cher nächs­te Schritt der rich­ti­ge für DEINEN Weg ist.

Sei mutig, sei klar und freu Dich drauf 🙂

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