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Am Sonn­tag ist Mut­ter­tag und Du bist nicht da.

Mai 21, 2014

Noch zwei­mal schla­fen, dann ist Muttertag.

Mei­ne Töch­ter sind schon ganz auf­ge­regt, weil sie im Kin­der­gar­ten etwas für mich gebas­telt haben.

Habe ich Dir frü­her auch Sachen gebastelt?

Ich glau­be, der Mut­ter­tag war Dir nie so wich­tig. So wie Dir vie­les nicht wich­tig war, was Dich geehrt hat oder geehrt hätte.

Ich weiß aber, dass Du am Sonn­tag ger­ne bei uns wärst. Dass Du über­haupt ger­ne noch bei uns wärst. In unse­rer Mit­te. Mit­es­sen, mit­fei­ern, mit­re­den, mit­le­ben – das hat Dich erfüllt.

Am Sonn­tag ist Mut­ter­tag und Du bist nicht da.

Heu­te mor­gen hat die Klei­ne ein Wort geschrie­ben. Die Gro­ße fand, dass sie sich dafür ein Geld­stück ver­dient hät­te 😉 So hat sie Omis Porte­mon­naie raus­ge­kramt und der Klei­nen groß­zü­gig 2 Cent in die Hand gedrückt…

Dabei sind wir über Dei­ne Jah­res­kar­te für den Zoo gestol­pert. Du selbst hast Dich im letz­ten August gewun­dert, dass Du 9 Mona­te vor­her noch opti­mis­tisch genug warst, um eine Jah­res­kar­te für den Zoo zu kau­fen. Ich bin sehr froh, dass Du so opti­mis­tisch warst. Es wäre sonst nur noch schlim­mer gewesen.

Mit jedem Tag akzep­tie­re ich ein wenig mehr, dass Du (phy­sisch) nicht mehr bei uns bist. Manch­mal habe ich ein schlech­tes Gewis­sen, weil ich nicht mehr andau­ernd an Dich den­ke und nicht mehr andau­ernd trau­rig bin. Aber was bleibt mir ande­res übrig?

Am Sonn­tag ist Mut­ter­tag und Du bist nicht da.

Ich habe dem Mut­ter­tag bis­her auch kei­ne gro­ße Beach­tung geschenkt. Ich freue mich über die Bas­te­lei­en der Kin­der und über ihre Freu­de, mich zu beschenken.
Aber die­ses Jahr fühlt es sich anders an. Es fehlt etwas. Jemand.

Natür­lich bin ich alt und erwach­sen genug, ohne Mut­ter zu sein, zu leben, zu exis­tie­ren, zu den­ken, zu ent­schei­den, zu lachen und zu wei­nen. Natür­lich bin ich alt und erwach­sen genug, mich mei­nem Leben zu stel­len, mei­ne Rol­len zu defi­nie­ren und aus­zu­fül­len. Natür­lich bin ich alt und erwach­sen genug, um zu wis­sen, dass die Natur das so vor­sieht. Dass Du nicht zu jung warst zum Ster­ben und dass Du am Ende auch gehen wolltest.

Und trotz­dem fehlst Du. Du fehlst mir. Nie­mand auf der Welt hat mich so bedin­gungs­los geliebt wie Du. Mein Kopf kann alles akzep­tie­ren, aber am Sonn­tag ist Mut­ter­tag und Du bist nicht da…

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