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Meine Tennisplatzhälfte — Deine Tennisplatzhälfte

Feb 21, 2014

Stellt Euch mal einen Tennisplatz vor: zwei gleich­gro­ße Hälften lie­gen sich gegen­über — getrennt von einem Netz.

Ich spie­le seit mehr als 25 Jahren (ich wer­de auch nicht jün­ger.…!!!) lei­den­schaft­lich ger­ne Tennis. Und wie es der Zufall so will, hat mei­ne Lieblingsmetapher für Beziehungen jeg­li­cher Art (zu Partnern, Freunden, Müttern, Kindern, Kollegen) mit Tennis zu tun…

Die Metapher ist so sim­pel wie genial:
Bleib auf Deiner Hälfte des Tennisplatzes.
Du darfst spie­len, schrei­en, Tipps geben, spre­chen, jam­mern, fra­gen. Aber Du bleibst auf Deiner Hälfte.

Du darfst nicht übers Netz grei­fen, dem Gegenüber den Schläger aus der Hand neh­men, für ihn den Ball schla­gen, ihn in eine Richtung schub­sen, hin­ter ihm ste­hen wie ein Marionettenspieler und ihm Anweisungen ins Ohr flüstern.Du bleibst auf Deiner Seite.

Die Anweisung scheint sim­pel, aber wie oft bre­chen wir die­se Anweisung im all­täg­li­chen Leben? Wie oft hel­fen wir — unge­fragt — Freunden, Partnern oder sogar Kindern, obwohl sie es auch allei­ne machen oder zumin­dest ver­su­chen könn­ten? Wie oft schub­sen wir Menschen, aus den schein­bar bes­ten Motiven, in eine bestimm­te Richtung, weil WIR den­ken, dass die­se Richtung die bes­te für sie ist? Wie oft neh­men wir ande­ren ihre Schläger aus der Hand, weil wir uns im Recht fühlen?

Natürlich dür­fen wir Nahestehenden hel­fen, sie unter­stüt­zen — wenn sie uns dar­um bit­ten. Aber auch dafür kön­nen wir auf unse­rer Seite blei­ben! Wir kön­nen dem Gegenüber sei­ne gleich gro­ße Hälfte des Platzes zuspre­chen und auch zutrau­en.

Vielleicht umlau­fen sie immer wie­der die Rückhand, viel­leicht spie­len sie nicht so wie wir es für rich­tig hal­ten, viel­leicht bre­chen sie die Regeln oder gehen sogar ganz vom Platz. All das ist ihre Entscheidung.

Meine Platzhälfte gehört mir. Das Schöne ist, dass das im Umkehrschluss bedeu­tet, dass ich abso­lu­te Hoheit über MEINE Tennisplatzhälfte habe. Auch das ver­ges­sen wir manch­mal. Vor allem wenn es sich in bestimm­ten Freundschaften oder Beziehungen so ein­ge­schli­chen hat, dass bei­de fast immer auf ein- und der­sel­ben Platzhälfte herumstehen…

Aber auf mei­ner Seite hat nie­mand was ver­lo­ren! Ich allein ent­schei­de, was für mich gut und rich­tig ist. Wenn ich einen Fehler mache oder unzu­frie­den bin, dann hal­te ich kurz an, ärge­re mich, schreie und schimp­fe viel­leicht sogar im McEnroe Style. Dann schaue ich mich um und erken­ne mit Wohlwollen: kein Mensch auf mei­ner Hälfte.

Das kann manch­mal beängs­ti­gend sein — aber auch wahn­sin­nig befreiend…

…WORAUF WARTEN WIR?

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