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Wie wir uns mit Glau­bens­sät­zen das Leben schwer machen…

Mai 6, 2015

Im Coa­ching arbei­ten wir oft mit Glau­bens­sät­zen. Glau­bens­sät­ze sind fes­te Über­zeu­gun­gen und Bewer­tungs­mus­ter in uns, die wir meist unre­flek­tiert aus unse­rer Fami­lie oder der Gesell­schaft über­nom­men haben: „Erfolg­reich ist nur, wer viel Geld ver­dient.“; „Sexy ist, wer schlank ist.“; „Müt­ter müs­sen für ihre Kin­der da sein.“; „Män­ner müs­sen stark sein.“.…

„Das Leben ist kein Ponyhof.“

Glau­bens­sät­ze haben durch­aus ihren Sinn. Denn unser Gehirn kann nicht andau­ernd alles neu­tral auf­neh­men und neu bewer­ten. Das wür­de uns voll­kom­men über­for­dern. Wir brau­chen Struk­tu­ren und Ska­len, an denen wir uns ori­en­tie­ren kön­nen. Wenn wir jeden Tag aufs Neue ler­nen müss­ten, wie ein Tisch aus­sieht, wäre das sehr anstren­gend. Und so ähn­lich geht es uns mit den Bil­dern, die in uns ent­ste­hen, wenn wir über uns selbst und über ande­re nach­den­ken. Wir brau­chen fes­te Bil­der zur Ori­en­tie­rung. Auch über uns selbst.

Aber lei­der machen wir uns das Leben genau mit die­sen Glau­bens­sät­zen manch­mal sehr schwer. Denn sie sind nicht immer posi­tiv. Und nicht immer wahr. Und trotz­dem sind wir — unbe­wusst — voll­kom­men über­zeugt von ihrer Richtigkeit.

Wel­che Glau­bens­sät­ze hast Du über Dich?

Hier eini­ge Beispiele:

„Ich bin nur etwas wert, wenn ich erfolg­reich bin.“

„Ich wer­de nur geliebt, wenn ich schlank bin.“

„Ich bin zu alt für Veränderungen.“

„Ich wer­de nie so dis­zi­pli­niert sein wie mei­ne Mutter.“

„Ich darf kein Pro­blem darstellen.“

„Ich schaf­fe immer alles.“

„Ich bin nicht gut genug.“

„Ich bin unpünktlich.“

„Ich bin tolerant.“

„Ich bin unordentlich.“

„Ich schaf­fe das nicht allein.“

„Ich darf kei­ne Zeit verschwenden.“

„Ich muss alles wissen.“

„Ich muss alles unter Kon­trol­le haben.“

.… „Ich kann nicht kochen.“ .…

Jahr­zehn­te­lan­ge leb­te ich nach einem Glau­bens­satz, der sicher­lich auch mit mei­ner Fami­lie zu tun hat­te: “Ich kann nicht kochen.” Bei uns zuhau­se — zumin­dest in mei­ner Erin­ne­rung — wur­de auf genuss­vol­les Kochen kei­nen gro­ßen Wert gelegt. Und anstatt hin­ein­zu­spü­ren, ob ich viel­leicht Spaß dar­an fin­den wür­de; anstatt aus­zu­pro­bie­ren, ob ich es kann, habe ich mir lie­ber — unbe­wusst — einen Stem­pel gege­ben: „Ich kann nicht kochen“ und den auch immer so nach außen kommuniziert.

Das hat­te zwar eini­ge gran­dio­se Vor­tei­le (ich muss­te im Freun­des­kreis nie beim Kochen hel­fen ;-)), aber es war defi­nitv Teil eines nega­ti­ven, unre­flek­tier­ten Selbst­bil­des, an dem ich damals sowie­so zu knab­bern hatte…

Als ich vie­le Jah­re spä­ter selbst Kin­der bekam, merk­te ich plötz­lich, dass die­ser Glau­bens­satz tota­ler Quatsch war. Ich kann näm­lich sehr wohl kochen, und Spaß macht es mir auch. Meistens…

Als ich die­sen Bewer­tungs-Wan­del in mir zuließ, wehr­te ich mich auch mas­siv gegen das Bild, das ich selbst über Jahr­zehn­te nach innen und nach außen auf­ge­baut hat­te. Es pass­te nicht mehr.

In mei­nem Bei­spiel geht es natür­lich “nur” ums Kochen…

Aber was ist, wenn wir — unbe­wusst — nach belas­ten­den Glau­bens­sät­zen leben wie: „Ich bin für alles allein ver­ant­wort­lich.“ oder: „Ich muss immer stark sein.“ ??

Wel­che Kom­pro­mis­se gehen wir dann unser Leben lang ein, um unse­ren Glau­bens­sät­zen zu ent­spre­chen und unser Selbst- und Fremd­bild auf­recht zu erhalten?

Die gute Nach­richt: Wir kön­nen etwas tun gegen Glau­bens­sät­ze, die uns belas­ten. Wir kön­nen genau hin­schau­en und sie hin­ter­fra­gen. Wir kön­nen sie uns bewusst machen und uns — wenn nötig — davon befrei­en oder sie neu for­mu­lie­ren. So wie wir es für rich­tig hal­ten. Dann ist es kein unbe­wuss­ter Glau­bens­satz mehr, der uns lenkt, son­dern eine bewuss­te Überzeugung.

Wie immer beginnt der Weg mit dem Bewusstmachen.

Des­we­gen bist Du jetzt dran…

Wel­che Glau­bens­sät­ze hast Du über Dich??

Schrei­be 10 Glau­bens­sät­ze auf, die Dich unbe­wusst len­ken, und hin­ter­fra­ge ihre Rich­tig­keit für Dein Leben heu­te — und in der Zukunft.

WORAUF WARTEN WIR?
Anke xx

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